Schulprofil

Offene Ganztagesschule

Was ist die offene Ganztagsschule?

In Baden-Württemberg sieht das Ganztagsschulkonzept zwei Formen vor: Die verbindliche Form und der offenen Ganztag. Bei der verbindlichen Form nehmen alle Schülerinnen und Schüler am Ganztag verbindlich teil. Im offenen Ganztag ist die Teilnahme ein Kann und kein Muss, d.h., an der offenen Ganztagsschule wird ein Betreuungskonzept für Schülerinnen und Schüler, angeboten, welches frei nach Ihren Bedürfnissen gewählt werden kann. An der Realschule Durmersheim wird das offene Ganztagsangebot von Montag bis Donnerstag angeboten.

Warum offene Ganztagsschule?

Wir unterstützen die Förderung von Familie und Beruf und möchten hier flexibel auf Ihre Bedürfnisse reagieren. Dies bedeutet, Sie können gemäß Ihren Bedürfnissen Ihr Kind in der offenen Ganztagsschule anmelden – gleich ob ein Tag oder vier Tage. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass wenn Sie Ihr Kind an der Realschule Durmersheim zum offenen Ganztag anmelden, dass diese Anmeldung für ein Schuljahr verbindlich ist.

Wie wird mein Kind im offenen Ganztag betreut?

Mittagsband

Beim Bau der neuen Mensa hat der Schulträger keine Kosten gescheut, um hier nicht nur einen Ort zum Essen, sondern auch einen Treffpunkt für die Schülerinnen und Schüler zu errichten. Von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr kann ihr Kind in der Mensa ein ausgewogenes warmes Mittagessen zu sich nehmen.

(Hinweis: Den Mensavertrag schließen Sie direkt mit dem Schulträger und nicht mit der Schule, d.h., alle An-/Abmelde- und Abrechnungsprozesse laufen über den Schulträger.)

Nachdem Ihr Kind in der Mensa gegessen hat, kann es seine Mittagspause auf dem Schulgelände frei gestalten. Es besteht die Möglichkeit, Tischtennis oder Fußball zu spielen oder sich im Schülercafé zu treffen. Die Aufsicht während des Mittagsbands, also bis 14:00 Uhr, liegt in der Hand des Schulträgers.

Schülercafé

Mit dem Schülercafé hat die Realschule Durmersheim einen Begegnungsort für die Schülerinnen und Schüler der Schule eingerichtet. In der Mittagspause von 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr ist das Schülercafé geöffnet. Der Schulträger stellt hier eine Aufsicht, die von unserer Schulsozialarbeit unterstützt wird. Die Kinder können sich treffen, Spiele ausleihen, Hausaufgaben machen oder einfach nur entspannen.

Offenes Ganztagsangebot der Schule

Von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr finden die Angebote im offenen Ganztag statt. Sofern Ihr Kind nachmittags nicht am regulären Unterricht teilnimmt, kann es zwischen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften wählen. Neben Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel den Kitchen Kids, der Mediengestaltung oder einer der kreativen AGs, stehen auch Sport-AGs zur Auswahl. Nachmittags kann Ihr Kind auch an der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass die Hausaufgabenbetreuung kein Garant dafür ist, dass auch tatsächlich alle Hausaufgaben erledigt sind. Auch ersetzt die Hausaufgabenbetreuung nicht die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit oder das Lernen insgesamt.

Profil: Kunst und Musik

Warum Profil?

Musik berührt uns, sie lässt uns singen, tanzen, lachen und manchmal auch weinen. Ohne Umwege wirkt sie direkt auf uns ein. Dass Musik dabei auch verbindet, soziales Verhalten trainiert, die ganzheitliche Entwicklung, das kognitive Denken und die Konzentrationsfähigkeit fördert, ist nicht zu unterschätzen. Viele Kinder erfahren als positiven Nebeneffekt auch eine Leistungssteigerung in anderen Schulfächern. All das kann Musik leisten – Grund genug, dem Musizieren seinen festen Platz im Schulprofil zu geben und den Schülerinnen und Schülern Raum und Möglichkeiten einzuräumen, an der Schule Musik auch abseits des Musikunterrichts zu machen.

Kunst schafft es ebenso, uns mitzunehmen oder uns in eine andere Welt zu entführen, die der Künstler für uns geschaffen hat. Neben der Förderung von Kreativität, der Steigerung der körperlichen Koordination und dem Ausbau von motorischen Fähigkeiten trägt künstlerisches Arbeiten auch dazu bei, strategisch zu denken also Lösungskonzepte anzulegen, zu überdenken und letztlich umzusetzen. Wie beim Musizieren auch, übertragen sich die Kompetenzen auf die anderen Unterrichtsfächer. Kunst unterstützt somit also, in der Schule gut zu sein.

Wie wird das Profil umgesetzt?

An der Realschule Durmersheim gibt es Chöre, Orchester und eine Schulband. Die Chöre sind, wie die Orchester, zum Teil in Unter- und Oberstufenchöre, bzw. –orchester aufgeteilt. Dies ist jeweils davon abhängig, wie viele aktive Schülerinnen und Schüler sich finden. Die Schulband setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der gesamten Schule zusammen. Über die verschiedenen Klassenstufen hinweg finden sich Gitarristen, Schlagzeuger, Bassisten, Keyboarder oder Sänger und Sängerinnen.

Im Schuljahr gibt es neben kleineren Auftritten zwei große Konzerte, die auf den Kalendern aller, die mit der Realschule Durmersheim zu tun haben, ihren festen Platz finden: Das Adventskonzert, welches immer am dritten Advent stattfindet, und das Frühlingskonzert, welches meist nach Ostern liegt.

Das Frühlingskonzert wird mit einer Kunstausstellung verbunden. Hier trifft Kunst auf Musik und die Kinder können stolz zeigen, was sie können und welche Ausdrucksmöglichkeiten, ob musikalisch oder künstlerisch, in ihnen schlummern. Über das laufende Schuljahr hinweg haben die Kinder in Arbeitsgemeinschaften oder auch im Kunstunterricht an ihren Kunstwerken gearbeitet, waren kreativ schöpferisch und finden nun die entsprechende Wertschätzung in der Frühlingsausstellung. Aber das Profil Kunst erstreckt sich nicht nur auf die Ausstellung. Auch in der Schule selbst hinterlassen die Schülerinnen und Schüler kreativ ihre Fußspuren, sei es bei der Gestaltung der Klassenzimmer, des Schulgebäudes oder des Schulhofes. Es finden sich viele Zeugen der Kreativität und es werden nach und nach immer mehr.

Kooperation mit dem Badischen Staatstheater

Seit Sommer 2019 bereichert die Kooperation mit dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe unser Schulprofil „Kunst und Kultur“ um einen wesentlichen Baustein.

Im Zuge der Kooperation besuchen alle Schülerinnen und Schüler mindestens ein Mal im Schuljahr ein Theaterstück des Badischen Staatstheaters.

Vor einem Besuch werden die Klassen im Unterricht auf die Theaterstücke vorbereitet, sei es durch unsere Deutsch-Kolleginnen und –Kollegen oder durch Theaterpädagogen, der kostenfrei zu uns an die Schule kommen. Wichtig ist uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler auf den Besuch vorbereitet sind und dass eine pädagogisch begleitete Auseinandersetzung mit jedem Theaterstück stattfindet.

Manche Lehrerinnen und Lehrer entschieden sich auch für ein Klassenzimmerstück, also ein Stück, das speziell für die Aufführung in einem Klassenzimmer entwickelt wurde. Die Schüler haben so die Chance, die Schauspieler hautnah zu erleben und auch nach dem Theaterstück mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ansprechpartner für die Kooperation sind Jule Hetz (beim Badischen Staatstheater) und Sascha Waibel (an der Realschule Durmersheim).

Als Kooperationspartner erhalten unsere Schülerinnen und Schüler einen vergünstigten Eintrittspreis (5 €/SuS – Stand 2020). Da dieser Eintrittspreis so sehr reduziert ist, hat sich unser Förderverein aus der finanziellen Unterstützung im Rahmen der Kooperation zurückgenommen. Jedoch unterstützt er selbstverständlich weiterhin die englischen/bilingualen Theaterstücke in den Klassenstufen 5 und 6 mit 2 €/SuS und natürlich auch jeden Theater-, Konzert-, Opern-, Ballett- oder Musical-Besuch außerhalb der Kooperation; ob Sandkorn-Theater in Karlsruhe, SWR Symphonieorchester, Theater Baden-Baden oder auch jeden anderen Theaterbesuch innerhalb einer Studienfahrt.

Profil: Berufliche Orientierung

Warum Profil

Die berufliche Orientierung ist an der Realschule Durmersheim schon seit jeher ein wichtiger Bestandteil. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Berufswahl bestmöglich unterstützen, deshalb ist das Thema berufliche Orientierung nicht nur in einem Unterrichtsfach verortet, sondern liegt in der Verantwortung der gesamten Schulgemeinschaft. Dies bedeutet, alle Unterrichtsfächer tragen ihren Teil an geeigneten Stellen bei. Da wir die Bedeutung der beruflichen Orientierung an unserer Schule hervorheben möchten, haben wir uns entschlossen, diese zum Schulprofil zu machen. Eine wesentliche Zielsetzung des Profils „Berufliche Orientierung“ ist es, unserer Schülerinnen und Schülern zum selbstständigen Handeln bei der Berufswahlfindung zu befähigen.

Wie wird das Profil umgesetzt?

Bereits in der Orientierungsstufe (Klassenstufe 5 und 6) werden die Kinder an die Berufswelt herangeführt, so stehen zum Beispiel Betriebserkundungen im Curriculum.

Ab Klassenstufe 7 findet man das Fach WBS (Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) im neuen Bildungsplan. In den Leitperspektiven des neuen Bildungsplans für die Realschule ist zu lesen, dass bei der Vorbereitung auf die Berufswelt die Lebensweltorientierung des Faches eine große Rolle spielt, um die berufsvorbereitenden Maßnahmen handlungs‑, problem- und lösungsorientiert zu verankern. „Dazu tragen Selbst- und Fremdeinschätzung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnisse über die aktuellen Anforderungen von Berufen beziehungsweise ihrer Ausbildungsgänge, von weiterführenden Schulen und Hochschulen bei. […] Durch Realbegegnungen wie zum Beispiel Berufserkundungen oder Betriebspraktika werden Möglichkeiten der Berufstätigkeit erprobt und individuelle Berufsentscheidungen vorbereitet. […] Hilfreich sind dafür außerschulische Lernorte sowie Experten der (regionalen) Wirtschaft, Institutionen, weiterführenden Schulen und Hochschulen. Neben der Einführung in ökonomisches Denken und Handeln ist es daher Ziel des Faches, selbstständig und eigenverantwortlich die eigene Berufswegeplanung zu reflektieren und zu organisieren. Damit unterstützt das Fach die Ziele der Leitperspektive „Berufliche Orientierung“ in besonderem Maße.

Neben theoretischen Phasen schaffen wir praktische Bezüge zur Arbeitswelt. Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei neben den Betriebserkundungen das verpflichtende Betriebspraktikum in Klassenstufe 9 ein. Unterstützt werden wir dabei von unseren Bildungspartnern und auch mit der Agentur für Arbeit sind wir eng verzahnt und arbeiten Hand in Hand.

Die Berufsorientierung als Schulprofil ist uns Anliegen und Herzenssache, weil wir für unsere Schülerinnen und Schüler den passenden Anschluss nach der Realschule finden möchten!